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Bekommt man bei der Wassergeburt überhaupt keine schmerzmindernden Medikamente? Da es im September meine erste Geburt sein wird, habe ich starke Angst vor den Schmerzen, wobei meine Schwangerschaft bisher ohne irgendwelche Komplikationen verlaufen ist. Ist es da sinnvoller, die erste Geburt auf "normalem" Weg durchzuführen? In der Wassergeburt sind Schmerzmittel meist gar nicht notwendig und werden viel seltender eingesetzt. Besonders bei der ersten Geburt ist es ganz natürlich, sich unsicher zu fühlen, da nicht einschätzbar ist, was auf einen zukommt. Ein guter Geburtsvorbereitungskurs (egal ob im Wasser oder "an Land") geht auf dieses Thema ein. Bei grosser Geburtsangst empfehle ich eine intensive Geburtsvorbereitung, die einen Schwerpunkt auf den Umgang mit der Angst und der eigenen Un- bzw. Selbst-Sicherheit legt oder bei Bedarf auch einige Einzelstunden. Ich wünsche Ihnen einen guten Mut und positive Unterstützung auf Ihrem Weg! Mit grossem Interesse habe ich Ihre Seiten gelesen. Besonders interessant fand ich die Berichte von den Frauen, die eine Wassergeburt erlebt haben. Gerne würde ich noch mehr persönliche Eindrücke erfahren. Gibt es eine Art Gesprächsgruppe? Eine Gesprächsgruppe zum Thema haben wir leider (noch) nicht, aber vielleicht ist ja das babynet-Forum ein Weg, Frauen anzusprechen und nachzufragen, wie Andere die Geburt im Wasser erlebt haben. Bei der Geburt meines 4. Kindes hatte ich zu Beginn der Wehen eine teilweise Ablösung der Plazenta mit hohem Blutverlust. Da es meinem Baby sehr gut ging, wurde kein Kaiserschnitt gemacht. Wäre ein Aufenthalt im Wassergeburtsbecken während der Eröffnungsphase (als der Kopf meines Sohnes tiefer trat, stoppten die Blutungen) möglich gewesen - bei niederer Temperatur? Auf Ihre Frage kann ich natürlich nur allgemein antworten: mir ist kein Krankenhaus bekannt, das sich (und dann noch bei hohem Blutverlust) auf eine Unterwassergeburt einlassen würde. Sicher beurteilt da jeder Geburtshelfer auch noch mal je nach eigener Erfahrung. Grundsätzlich gilt aber, daß ein Blutverlust im Wasser weder kontrollierbar noch einschätzbar ist und damit die Risiken unabsehbar sind. Es ist zwar richtig, daß kühleres Wasser gefässverengend wirkt und somit eine Blutung reduzieren würde. Dennoch wäre das Risiko zu hoch. Darf mein Mann bei der Geburt mit ins Wassergeburtsbecken? Ob der Partner mit ins Wasser "darf" oder nicht, hängt ganz von der Offenheit der Geburtshelfer in der Klinik und natürlich von der Größe der Geburtswanne ab. Prinzipiell spricht nichts dagegen, wenn die Frau das auch möchte. Bei der Hausgeburt ist das kein Thema, weil Frau und Mann da sowieso viel stärker selbst bestimmen, wie sie die Geburt gestalten möchten. Starker Kaffee während der Wehen auf den Damm aufgebracht, soll einen Dammschnitt verhindern helfen. Da ich schon zwei Dammschnitte habe, möchte ich bei dieser Schwangerschaft unbedingt vorbeugen. Wie kriege ich den Kaffee dahin - mit einem Sitzbad oder Verband? Ein Waschlappen oder Mulltuch wird mit Kaffee getränkt und als warme Kompresse auf den Damm gelegt, um den Damm geschmeidig und elastisch zu machen. Eine einfache warme (feuchte) Kompresse tut's jedoch genauso gut nach meiner Erfahrung, denn es ist in der Hauptsache die Wärme und die Feuchtigkeit, die unterstützt. Die beste Vorbeugung, eine Dammverletzung zu vermeiden ist nach meiner Erfahrung eine gute Geburtsvorbereitung (bewußtes Atmen und Beckenbodenübungen) - oder eben gleich eine Wassergeburt! Gibt es Voraussetzungen, die man für eine Wassergeburt erfüllen muß Nein. Jede gesunde Schwangere mit einer normal zu erwartenden Geburt kann eine Wassergeburt haben. Kontraindikationen sind: Gestose, Frühgeburt, Thrombosegefahr, hoher Blutverlust und in den meisten Ländern auch Beckenendlage oder Mehrlingsgeburt. Wichtig ist, daß die Frau sich wohl fühlt im Wasser und die Geburt gut voranschreitet. Bei echter Wehenschwäche sollte eine Frau das Wasser - wenigstens kurzfristig - verlassen oder die Temperatur verändern. Wird eine Wassergeburt von der Krankenkasse gezahlt Je nachdem, wo die Geburt erfolgt: Wenn die Klinik ein Wassergeburtsbecken hat, gehört es zur normalen Ausstattung und wird nicht gesondert berechnet. Anders wenn ein Leihbecken zum Einsatz kommt: die privaten Versicherungen zahlen die Beckenkosten meistens ohne weiter nachzufragen. Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist dies auch immer häufiger der Fall; manchmal braucht es noch etwas Verhandlungsgeschick. Wurde das Becken bei einer Hausgeburt eingesetzt, kann man die Kostenübernahme durch die Kasse mit den sehr geringen Kosten einer Hausgeburt (gegenüber der Klinikgeburt) begründen; nimmt man das Becken mit ins Krankenhaus, weil diese Klinik noch kein geeignetes Becken hat, sollte eine Kostenübernahme auch erfolgen, damit keine Frau benachteiligt sein muß - möglich ist Vieles bei entsprechener "Verhandlung". Ich bin jetzt in der 9. SSW und frage mich, wann ich mit der Geburtsvorbereitung beginnen sollte. Geburtsvorbereitung sollte dann begonnen werden, wenn frau das Bedürfnis danach hat. Meistens ist das ab der 24. SSW der Fall. Ins Wasser kommen die Frauen gerne im gesamten letzten Schwangerschaftsdrittel, also ab der 28. SSW. Allerdings ist es sinnvoll, sich rechtzeitig anzumelden, da viele Kursangebote schnell ausgebucht sind. |
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